Ausgezeichnete Theaterarbeit am Berufskolleg an der Lindenstraße – Reinhard-Engert-Preis für „Ehemaligentreffen der besonderen Art“ verliehen

Am 2. Juni 2023 verlieh die Brücker Geschichtswerkstatt den Reinhard-Engert-Preis für Geschichte an die Literaturkurse des Wirtschaftsgymnasiums des BKaL für ihre Theateraufführung „Ehemaligentreffen der besonderen Art“. In ihrer Laudatio hob Ingrid Hege-Wilmschen als Vorsitzende der Geschichtswerkstatt hervor, dass die selbst entwickelten Theaterstücke der drei Literaturkurse aus der Jahrgangsstufe 13 sich auf wissenschaftlich fundierte Weise äußerst kreativ mit den Geschichten der ehemaligen jüdischen Schülerinnen und Schüler beschäftigten. Bis die Schule 1938 von den Nazis geschlossen wurde, war im jetzigen A-Gebäude des BKaL nämlich die Israelitische Volksschule Lützowstraße untergebracht.

Die Szenencollage unter der Leitung von Irene Martschukat, Luzia Tallon und Lars Lamers stellte die Geschichten hinter vielen auf den so genannten Stolpersteine eingravierten Namen rund um die Schule sowie die ausführlich dokumentierten Lebensgeschichten der ehemaligen Schülerin Amelie Banner und des Schülers Siegbert Prawer dar. Die fünfköpfige Jury, der neben Ingrid Hege-Wilmschen auch Fritz Bilz, Dirk Lukaßen vom NS-Dokumentationszentrum, die Kalker Bezirksbürgermeisterin Claudia Greven-Thürmer sowie Pfarrer Franz Meurer angehören, verlieh den Preis als einen wichtigen Beitrag zur Gedenkkultur.

Sowohl die ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler als auch ihre Lehrkräfte zeigten sich glücklich: Von den 2000 Euro Preisgeld gibt es einen Zuschuss für die Abiturkasse; außerdem werden neue Bühnenrequisiten für zukünftige Theaterprojekte angeschafft.

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BKaL/Lamers