Berufskolleg an der Lindenstraße

Aktiv gegen Cybermobbing

Am Berufskolleg an der Lindenstraße zeigt ein Theaterstück, wie ernst „Spaß“ werden kann.

Für 120 Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule am Berufskolleg an der Lindenstraße wurde der Unterricht kürzlich zum Theater. Das Stück „Fake oder War doch nur Spaß“ von Karl Koch, dargestellt von Manuela Weihrauch und Alexander Abramyan des Ensemble Radiks aus Berlin zeigt auf eindrückliche Weise, wie sich der Traum der 17-jährigen Lea durch Mobbing über Internet und SMS in einen Alptraum verwandelt. Lügen, Kommentare, Zickenkrieg, Videos – selbst der Vater und die Lehrer schaffen es nicht, das Unheil aufzuhalten. Die unterschiedlichen Rollen wurden von den beiden Schauspielern durch direkte Ansprache an das Publikum deutlich abgegrenzt, sodass die Grenzen zwischen gelebter Realität und dargestellter Realität deutlich erkennbar waren.

Cybermobbing ist eine Herausforderung für Jugendliche und Erwachsene. Die schützende Anonymität des Internets lässt Hemmungen schwinden und verzweifelte Versuche sich zu wehren enden oft in schlimmen Eskalationen. So auch im Theaterstück „Fake“ – für die medienerfahrenden Jugendlichen gut nachvollziehbar. „Eine ungewöhnliche Form des Unterrichts – wir sind sehr froh, dass uns der Förderverein dieses Engagement ermöglicht hat.“, so die Direktorin Angelika Riedel. In der anschließenden Reflektion mit den Schauspielern und mit den Lehrenden wurde vor allem ein Wunsch häufig genannt – dass Cybermobbing endlich aufhört.

Lea kämpft gegen Cybermobbing

 Text, Foto: Michael Willwert, Bearbeitung: Görgen

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