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Berufskolleg an der Lindenstraße

Die UNESCO kommt zum BKaL

Berufskolleg an der Lindenstraße untersucht eigene Innovationsstärke im Rahmen des UNESCO-UNEVOC-Projekts I-Hubs

Vom 1. bis 4. Juli 2019 empfangen die Kolleginnen und Kollegen des Berufskollegs an der Lindenstraße drei Gäste von der UNESCO und führen eine angeleitete Selbsteinschätzung über die Innovationsstärke der Schule durch. Den Rahmen dafür bietet das UNESCO-UNEVOC-Projekt I-Hubs, welches das Ziel verfolgt, gemeinsam mit zehn berufsbildenden Institutionen weltweit ein Rahmenwerk zu erstellen, um Innovationen zu fördern. – Das Berufskolleg an der Lindenstraße wurde als einzige deutsche Institution ausgewählt, daran teilzunehmen.

Innovationsfähigkeit ist wichtig, um sich den Umwälzungen durch die Digitalisierung und den Klimawandel zu stellen. – Wie reagiert die Berufsbildung darauf, wenn sich in der Berufswelt künstliche Intelligenzen immer mehr ausbreiten und den Arbeitnehmern viele Tätigkeiten abnehmen? Welche Kompetenzen müssen diese dann haben? Wie geht man mit immer kürzer werdenden Aufmerksamkeitsspannen der Digital Natives um? Wie reagiert eine berufsbildende Schule auf den Klimawandel? – Das alles sind Fragen, die nicht nur auf ministerialer Ebene durchdacht werden müssen, sondern auch konkrete Antworten fordern von allen Beteiligten in dem Netzwerk, in dem sich die Schule befindet.

 Aus diesem Grund heißt das Projekt auch I-Hubs. Das I steht für Innovation und hub ist das englische Wort für Knotenpunkt. Im Berufskolleg an der Lindenstraße laufen viele Fäden zusammen. Viele Beteiligte, die sogenannten Stakeholder, haben unterschiedliche Sichtweisen auf die Schule und können ihr auf unterschiedliche Weisen helfen innovativ zu sein. Bei der viertägigen Selbsteinschätzung des BKaL als I-Hub wird es darum gehen, die Perspektiven von Schülerinnen und Schülern, von Lehrerinnen und Lehrern, von der Verwaltung, den Betrieben und der gesamten Schulleitung einzuholen und zu analysieren. Das Ziel der Schule ist es, Innovationsmöglichkeiten zu erkennen und dann über einen längeren Zeitraum im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der Schule nachhaltig umzusetzen.

Auch für das UNESCO-Team dürfte das eine interessante Woche werden, da die Innovationen im BKaL nicht nur auf dem Papier stattfinden. So gibt es in der ersten Juliwoche die pädagogischen Tage des Wirtschaftsgymnasiums und der Höheren Handelsschule, welche im kommenden Schuljahr mit einem neuen Differenzierungsbereich mit Angeboten wie zum Beispiel „Nachhaltiges Wirtschaften“ und „Performance“ an den Start geht. Bei der AXA Customer Care GmbH findet eine Fachtagung zum Thema „Künstliche Intelligenz und Chatbots im Kundenservice“ statt, welche maßgeblich vom Berufskolleg an der Lindenstraße mitgestaltet wird, und am Donnerstag wird außerdem noch ein pädagogischer Tag für das Kollegium ausgerichtet, an dem Lehrerinnen und Lehrer ihre Kolleginnen und Kollegen zum Thema „Einsatz digitaler Medien im Unterricht“ fortbilden.

Gute Anknüpfungspunkte für weitere Innovationen sind also zahlreich vorhanden. Das UNESCO-Team möchte aber auch erfahren, wie sich die eingesetzten Analysewerkzeuge optimieren lassen und wie auch andere berufsbildende Institutionen auf der Welt von den Erfahrungen im Berufskolleg an der Lindenstraße und den neun anderen Projektteilnehmern lernen können. Das ist eine interessante Frage, da sich Berufsbildung von Land zu Land und Kontinent zu Kontinent oftmals erheblich unterscheidet. Das I-Hub-Team aus Köln wird von dem internationalen Austausch profitieren können. Schon im September wird nämlich eine Delegation aus Köln die Selbsteinschätzung der Partnerinstitution TKNIKA im spanischen Baskenland als sogenannter Peer Reviewer begleiten.

Bkal/ Lamers

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