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Bericht vom Kaufmann International-Kurs in Dublin

Irland? Bisher kein relevanter Fleck Erde für mich. Besondere Farben in der Flagge, Kleeblätter und St. Patrick's Day. Alles etwas befremdlich. Und doch startete meine Bildungsreise nach Dublin, um den Kaufmann International-Kurs zu besuchen. Vor Ort kam ich in einem Studentenwohnheim an, welches eher einem Hotel ähnelte. Dort habe ich über drei Wochen sehr gut gewohnt. Es wurde sich mit ein paar Schülern jeweils eine Küche und ein Wohnzimmer geteilt. Jeder bekam ein eigenes Zimmer mit Bad. Die Dublin Business School war 30 Minuten zu Fuß entfernt.

An der Schule angekommen, stand ich natürlich am falschen von zwei Standorten der Schule. Zum Glück war das andere Gebäude nur 5 Gehminuten entfernt. Was mich in der Schule an Mitschülern, Lehrern und Unterricht erwartete, war mir bis hierhin völlig unklar.

Ich kam in eine Klasse voller Deutschsprachiger (hatte ich nicht so erwartet). Die Lehrer/Professoren, die ich kennenlernte, waren dagegen (wegen des Akzents) sehr unterschiedlich gut zu verstehen. Und der Unterricht? War, ob man es glaubt oder nicht, der beste Teil der drei Wochen. Hier ging es nicht um Themen, die keiner verstand oder die in irgendeinem Gesetzbuch standen, sondern um sehr moderne Themen, die uns alle betreffen und zu denen so auch jeder etwas sagen konnte. Auch auf Englisch, und hier muss ich sagen, dass tatsächlich jedes Sprachniveau unter den Schülern dabei war.

Die verschiedenen “Classes” (Fächer) waren:

  • Communication (Kommunikation im Beruf, aber auch ganz grundsätzlich)
  • Enterprise (Unternehmertum in Irland - Warum sind in Irland so viele kreative Menschen und Unternehmen/Startups ansäßig?)
  • Enterprise projects (Ein eigenes Unternehmen entwerfen, welches eine umweltfreundliche Lösung für Irland kreiert)
  • Law (Geschichte der gesetze in Irland - Hier war der Professor leider sehr schlecht zu verstehen
  • Media (Welche Medien gibt es in Irland)
  • Economy (Wirtschaft Irlands)

Die Fächer klingen für dich nicht so spannend? Noch viel besser als die Fächer ist die Unterrichtsweise.

Eine Du-Kultur (wie immer im Englischen) und ein wirkliches Interesse, die Anwendung der Dinge zu fördern, die sowieso präsent im Leben fast aller Schüler sind. Künstliche Intelligenz, moderne Präsentationen und technische Möglichkeiten, Gruppenarbeiten. Ein sehr produktives Gefühl, mit dem man dort jeden Tag aus der Schule geht.

Man könnte das Land insgesamt als Mix aus den USA und Europa bezeichnen. Amerikanische Innovation und Kreativität (und Klimaanlagen) zusammengesteckt mit europäischem Qualitätsbewusstsein. Ein Land, das aus wenig (Fläche, Population) sehr viel (Natur, Kultur, Modernes Denken) macht.

Vielleicht mehr eine Empfehlung für jeden Interessierten, als ein einfacher Bericht.