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Berufskolleg an der Lindenstraße

Starkes Statement gegen Hass auf Bühne gebracht

Wirtschaftsgymnasium im Berufskolleg an der Lindenstraße präsentiert Arbeit der Literaturkurse

Am 19. Februar 2020 führten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 des Wirtschaftsgymnasiums in der proppenvollen Aula des Berufskollegs an der Lindenstraße die im Literaturunterricht entwickelten szenischen Kollagen auf. Auf dem Programm stand eine Zeitreise durch 100 Jahre Jugend, Bildung und Schule sowie eine szenische Kollage frei nach Max Frisch: „Brand bei Biedermanns“.

Die Schülerinnen und Schüler überzeugten durch viel Spielfreude und die klaren Botschaften ihrer Darbietungen. Literaturlehrerin Luzia Tallon montierte aus Spiel- und Videosequenzen eine Reise durch 100 Jahre Jugend, Bildung und Schule. Dort steht unter anderem eine Schulklasse junger Männer im Jahr 1917 ihrem Lehrer gegenüber, der an den Nationalstolz appelliert und sie ermuntert, für Kaiser und Reich in den Krieg zu ziehen. Die Schüler lassen sich das nicht lange gefallen und schlagen ihrem Lehrer vor, selbst voran zu gehen.

 

In der an Max Frischs Stück „Biedermann und die Brandstifter“ angelehnten szenischen Kollage „Brand bei Biedermanns“ der Literaturklassen von Irene Martschukat und Lars Lamers nisten sich zwei Nazis bei Biedermann ein. Ihr Verhalten gipfelt nach anfänglich rein sprachlichen Ausfällen darin, dass sie die Tochter des Hauses samt ihrer multiethnischen Freundesschar verbrennen. Zwischen den Spielszenen tritt ein Chor von Feuerwehrleuten auf und bezieht mit dokumentarischen Materialien die Realität auf den fiktionalen Handlungsverlauf. Am Ende des Stücks verurteilt der Chor Rassismus und Hassverbrechen wünscht sich eine Welt, in der die Menschen, wo sie leben, auch akzeptiert werden. Bittere Pointe, dass am Abend desselben Tages die rassistischen Morde von Hanau verübt werden.

BKaL/ Lamers

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